Die Sponsoring Plattform Sponsoo hat die Sponsoring-Bewerbungen von über 1.000 Amateur-Sportlern analysiert, die seit mehr als fünf Monaten erfolglos nach einem Sponsor suchen. Viele der Bewerbungen enthielten ähnliche Fehler, die die Sponsoring-Chancen der Sportler erheblich senkten. Sponsoo stellt die drei gängigsten Fehler vor, inklusive Verbesserungstipps:

Fehler 1: Fehlende oder unklar definierte Gegenleistung

Bisweilen verwechseln Sportler das Sponsoring mit einer Spende. Die beiden Begriffe sind jedoch klar zu trennen:

  • Eine Spende ist dadurch gekennzeichnet, dass das Unternehmen dem Sportler Geld überweist, ohne im Gegenzug eine Leistung zu erhalten. Der Sportler stellt lediglich eine Spendenquittung aus.
  • Dagegen erwartet das Unternehmen bei einem Sponsoring eine Werbeleistung des Sportlers, deren Wert in etwa dem Sponsoring-Betrag entspricht. Der Sportler darf in dem Fall keine Spendenquittung ausstellen, ansonsten droht sowohl dem Sportler als auch dem Unternehmen Ärger mit dem Finanzamt.

Wichtig ist daher, dass die Sponsoren-Mappe ein konkretes Angebot von attraktiven Werbeformaten enthält. Zum Beispiel: Präsenz auf dem Trikot, auf der Werbe-Bande, auf der Internetseite des Sportlers oder auf seinem Fahrzeug. Nur so weiß der Unternehmer, welchen Gegenwert er für seinen Sponsoring-Betrag erhält. Auch Media-Zahlen dürfen in keinem Sponsoring-Gesuch fehlen. Ein Unternehmen wird immer wissen wollen, wie viele Zuschauer, Facebook Fans, Twitter-Follower und Gäste es über ein Sponsoring des sich bewerbenden Athleten erreichen kann.

Fehler 2: Zu hohe Preis-Forderungen

Der Preis eines Sponsorings leitet sich maßgeblich aus drei Faktoren ab:

  • Sportliche Erfolge (spielt die Mannschaft in der Regionalliga oder Kreisklasse?)
  • Mediale Bekanntheit (ist das Stadion voller Besucher oder sind die Tribünen leer?).
  • Zielgruppen-Attraktivität (Golf erreicht eine kaufkräftige Zielgruppe, Speedminton spricht eine junge Zielgruppe an)

Gerade jüngere Vereine und Mannschaften wissen oft nicht, wie viel Geld sie für ihr Sponsoring verlangen dürfen. Grundsätzlich gilt: Eine Kombination aus teuren, „großen“ Sponsoring-Paketen und günstigen, „kleinen“ Sponsoring-Paketen verkauft sich am besten.

Beispiel:

  • Premium-Sponsor (Laufzeit: eine Saison):
    • Bandenwerbung und
    • Trikotwerbung und
    • Werbung im Vereinsmagazin und
    • Werbung auf der Internetseite
    • Gesamtpreis: 3.000 Euro
  • „Normales“ Sponsoring (Laufzeit: eine Saison)
    • Trikotwerbung (Schulter und Brust, 11 Spieler)
    • Gesamtpreis: 950 Euro
Fehler 3: Unpassende Zielgruppe

„Viel hilft viel“? Dieser Grundsatz gilt nicht bei Ansprache von potentiellen Sponsoren. Bevor man sein Sponsoring-Gesuch verschickt, sollte man sich vorab über die Produkte und Zielgruppen der angesprochenen Unternehmen informieren.

Als professioneller Golf-Spieler sollte man sich für ein Sponsoring vielleicht nicht an einen Energy-Drink Hersteller wenden, sondern eher an einen Hersteller für exklusive Männdermode. Als Skateboarder dagegen hat man bei einem lässigen Street Wear Label höhere Sponsoring-Chancen als bei einem Schweizer Luxusuhren-Hersteller.

Wer seine Chancen auf ein Sponsoring auch über diese drei Empfehlungen hinaus steigern möchte, sollte einen Ausflug auf Sponsoo unternehmen. Auf der Internetseite können Sportler Ihre Sponsoring-Bewerbung inserieren  und so zusätzliche Unternehmen auf sich aufmerksam machen – ganz schnell und einfach.