Dietmar Hopp in Hoffenheim, Wilfried Finke in Paderborn,  Klaus-Michael Kühne beim HSV oder der zuletzt in die Schlagzeilen geratene Hasan Ismaik bei 1860 München.  Diese vier Personen, die alle aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und der Welt kommen, teilen ein großes Hobby: Den Fußball.
Als Mäzene stecken sie mehrere Millionen Euro ihres Eigenkapitals in ihre Lieblings-Fußballmannschaft.
Leistungen eines Mäzens stellen per Definition eine private Ausgabe dar, die vom Mäzen steuerlich absetzbar ist.
Aber wie unterscheiden sich solche Leistungen gegenüber denen von Spenden und Sponsorengeldern? Was ist ein Spender und was ein Sponsor? Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkeln:

Mäzenatentum

Als Mäzen wird jemand bezeichnet, der andere Personen oder Institutionen mit Geld- oder Sachleistungen fördert. Er erwartet für seine Leistung allerdings keine Gegenleistung. Man kann also sagen, dass es ihm meistens nur darum geht, etwas Gutes zu tun.
Allerdings sehen sich die eingangs genannten Herren mit großem Widerspruch der Fangemeinden anderer Vereine konfrontiert. Mäzene würden den Fußball kaputt machen und ihren Lieblingssport mit ihrem Geld langsam aber sicher zu einem durchkommerzialisierten Produkt verkommen lassen. Aber sind wir mal ganz ehrlich: Der Profi-Fußball ist schon seit Jahren ein perfekt inszeniertes Produkt des Kommerzes. Eine Gegenleistung ist bei Gaben durch Mäzene keine Pflicht. Natürlich erhält der von Dietmar Hopp gegründete Weltkonzern SAP seit Jahren im Rahmen des Trikot-Sponsorings eine Logoplatzierung auf der Brust der TSG Hoffenheim. Gegenleistungen für den Empfänger sind allerdings optional. Anders als bei Spenden, bei denen sämtliche Gegenleistungen überhaupt nicht gestattet sind.

Spenden

Spender sind Personen oder Unternehmen, die eine Einzelperson oder andere Organisationen mit Geld- , Sach- oder durch Arbeitsleistung unterstützen, ohne (wie bei Mäzenen) dafür eine Gegenleistung zu bekommen. Die erhaltene Leistung muss zwangsweise in den gemeinnützigen Bereich der empfangenden Institution fließen, damit die Spende steuerlich absetzbar ist. Ist dies nicht der Fall, zum Beispiel bei Schenkungen für eine Weihnachtsfeier, darf der Empfänger auch keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Sponsor

Auch der klassische Sponsor wird grundlegend als eine Einzelperson, eine Organisation oder ein Unternehmen bezeichnet, welches eine Person, eine Gruppe oder eine andere Organisation unterstützt. Allerdings erwartet in diesem Fall der Sponsor stets eine in im Vertrag festgehaltene Gegenleistung. Des Weiteren spricht man, wie der Diplom-Wissenschaftler Andreas Will in seinem Buch „Sponsoren finden“ schreibt, von einem Sponsoring wenn folgende Punkte zutreffen:

  • Ein Sponsor den Gesponserten fördert
  • Der Sponsor dem Gesponserten Leistungen oder Vorteile gewährt
  • Der Gesponserte dem Sponsor Gegenleistungen gewährt
  • Dem Sponsoring-Engagement ein systematischer Marketing-Managementprozess voraus geht
  • Ein Leistungsaustausch auf vertraglicher Grundlage erfolgt

 


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Motiv der Sponsoren im Gegensatz zu Mäzenen und Spendern stets eigennützig ist. Eine Gegenleistung ist hier zwingend erforderlich, und alle Punkte müssen unbedingt in einem Sponsoring-Vertrag festgehalten werden. Dies ist bei Mäzenen und Spendern nicht notwendig.
Während Mäzene ihre Gaben steuerlich nicht absetzen können, können Spender und Sponsoren die Leistungen als Spenden bzw. als Betriebsausgaben absetzen.

 

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