Vor gut einem halben Jahr berichteten wir in unserem Blog schon einmal von so genannten „Geldwechsel-Betrügern“ im Sport.  Dort hieß es:

„Die Täter treten als vermeintliche Sponsoren auf, die meist ohne große Verhandlung das teuerste Sponsoring-Paket buchen möchten. Häufig handelt es sich um ausländische Unternehmen, die zum Beispiel in London sitzen. Zur Anbahnung des Sponsorings wird ein Treffen im Ausland vorgeschlagen, zum Beispiel in Paris, Amsterdam oder Mailand. Durch das Übernehmen von Reisekosten für Flug, Unterkunft, Hotel, etc. wird das Misstrauen abgebaut.

Vor einigen Tagen erreichte das Sponsoo-Team eine E-Mail von einem auf der Plattform vertretenem Team, das eine Anfrage aus Mailand erhalten hatte:
Ein internationaler Geschäftskontakt namens Markus Falke (Name geändert)  fragte im Namen einer Investment-Firma aus Bahrain, die zunächst nach Deutschland und anschließend Europa insgesamt expandieren möchte, diverse Mannschaften an. Die Firma aus dem Königreich zeigte sich sehr interessiert an Sportteams, die für das kommende Jahr noch einen Hauptsponsor benötigten und bot dafür 150.000 Euro als Gegenleistung.

Aufgrund der Größe des Vereins erschien dem Verantwortlichen eine Summe von 150.000 Euro unverhältnismäßig hoch, worauf er nebst Vereins-Exposé ein Gegenangebot in Höhe von 50.000 Euro für das Hauptsponsoring aller 6 Vereinsmannschaften anfertigte und Hern Falke zukommen ließ. Dieser sagte umgehend zu, und lud den gesamten Vereinsvorstand nach Mailand zu einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Firma ein. Ein gewisser Herr Haddad (Name ebenfalls geändert) sei nur „für eine Woche oder zehn Tage“ in der Stadt und man müsse sich umgehend Treffen, um den Deal vollständig abwickeln zu können.

Allerdings ließen sich nach aufwendiger Recherche weder über die Firma, noch über deren „Board Members“  keine hilfreiche Informationen finden. Der freiberufliche Vermittler Falke war ebenfalls nicht bekannt. Sponsoo nahm sich dem Thema an, und versuchte zusätzliche Informationen über Unternehmen und Mitarbeiter zu bekommen, allerdings ohne Erfolg. Schnell wurde klar: Die Anfrage hatte alle Anzeichen eines geplanten RIP-Deals. Wir kontaktierten den Sportverein und rieten ihm, das Treffen höflich abzusagen und nicht nach Mailand zu reisen.

Sollten auch Sie solch eine dubiose Anfrage erhalten und sich nicht sicher sein, ob diese seriös ist oder nicht, sprechen Sie bitte die Sponsoring-Experten von Sponsoo an.
Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich des Sportsponsoring stehen wir Ihnen bei allen Anfragen mit Rat und Tat zur Seite.

Wenn Sie ernsthaftes Interesse haben, unsere Sportler und Vereine zu unterstützen, nehmen Sie gerne per E-Mail an support@sponsoo.de unverbindlich Kontakt mit uns auf, oder klicken Sie sich durch unsere Datenbank. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl von passenden Sport-Projekten. 

Update: Uns erreichte heute (21. April 2017) ein Anruf der tatsächlichen Firma aus Bahrain. Die Firma ist ein legitimes Unternehmen, das seit vielen Jahren erfolgreich im Geschäft ist und gemeinsam mit den Behörden dagegen angeht, dass der Firmen-Name unauthorisiert von fremden Personen genutzt wird.