Fans des großen FC Bayern München zucken auch im Jahre 2017 noch zusammen, wenn sie die Phrasen „Weinheim 1990“ und „Vestenbergsgreuth 1994“ hören.
An beiden  Abenden im August endeten die DFB-Pokal Träume des Rekordmeisters abrupt.  Im Weltmeister-Jahr 1990 fuhren die Bayern zum Oberligisten FV Weinheim und unterlagen nach einer regelrechten Schlacht mit 0:1. Nur vier Jahre später musste das Team aus München anlässlich der ersten Pokalrunde  in das 360-Seelen-Örtchen Vestenbergsgreuth fahren, nur um nach 90 Minuten ebenfalls mit einer 0:1-Schlappe im Gepäck die Rückreise anzutreten. Über viele Jahre galten diese beiden Spiele als die größten Überraschungen im DFB-Pokal, der ja bekanntlich seine eigenen Gesetze hat.

Im Jahre 2017 schickt sich aber ein Verein aus dem Kreis Steinfurt an eine Siegesserie zu starten, die ihresgleichen sucht: Die Sportfreunde Lotte. Die Gemeinde Lotte im Tecklenburger Land zählt rund 14.000 Einwohner. Und jeder einzelne fiebert dem 28. Februar entgegen. Am kommenden Dienstag ist nämlich der große BVB zu Gast. Und das nicht zu einem langweiligen Testspiel. Am jenem Abend steigt in Lotte das Viertelfinale im DFB-Pokal und das Team von Trainer Ismail Atalan kann historisches Schaffen. Aber fangen wir lieber von vorne an:
Der Stern der Sportfreunde Lotte begann im Frühjahr 2016 aufzugehen. Als Spitzenreiter der Regionalliga West schaffte man den direkten Aufstieg in die 3. Liga – der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach einem Sommer der intensiven Vorbereitung und ganzen neun Zugängen wurde den Sportfreunden der SV Werder Bremen in der ersten Pokalrunde zugelost.

Die Bremer hatten sich in den Jahren zuvor nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, und mussten nach 3 von 5 Partien gegen unterklassige Mannschaften den Platz als Verlierer verlassen. Nach einer packenden ersten Halbzeit stand es im ausverkauften Sportpark am Lotter Kreuz 1:1 unentschieden. Die Sensation lag in der Luft und zu Beginn des zweiten Spielabschnitts war es dann soweit. Andre Dej brachte erst die Blau-Weißen 2:1 in Führung, und dann die eigenen Fans in Ekstase. Die Mannschaft aus Bremen hatte den quirlig auftretenden Lotteranern nichts mehr entgegen zu setzen und wusste sich am Ende nur noch mit Frust zu helfen: Fin Bartels sah in der 81. Minute Rot wegen einer Tätlichkeit.

Die Sportfreunde standen in Runde 2 und ausgelost wurde der nächste Brocken in Form von Bayer 04 Leverkusen. Die nächste Sensation ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Zwei Mal führten die Mannen von Roger Schmidt und waren sogar die gesamte Verlängerung nach einer Gelb-Roten Karte gegen Lottes Tim Wendel in Überzahl. Als jedoch Kevin Freiberger in Minute 106 das 2:2 für Lotte erzielte, musste das Elfmeterschießen eine Entscheidung bringen. Hier versagte dem Star-Ensemble aus Leverkusen die Nerven und auf einmal stand der Underdog im Achtelfinale. Die Atmosphäre im FRIMO-Stadion war unglaublich und ganz Lotte stand hinter ihrer Mannschaft! Und das im wahrsten Sinne des Wortes, wie sich einige Wochen später herausstellen sollte:

Aufgrund eines Schneesturms in der Nacht vor der Achtelfinalpartie gegen 1860 München war es lange nicht klar, ob das Spiel überhaupt stattfinden könnte. Nur durch die Hilfe von rund 100 Personen, die dem Aufruf des Clubs folgten, konnte das Stadion vom Schnee geräumt und das Spiel pünktlich angepfiffen werden. Ganz getreu dem Vereinsmotto „Volle Lotte“ also. Das Spiel war für Lotter DFB-Pokal Verhältnisse unspannend. Man ging bereits in der ersten Halbzeit in Führung und kontrollierte das gesamte Spiel. Souverän gewann Atalan’s Mannschaft mit 2:0 und steht jetzt als einziger verbleibender Drittligist im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Was kommt als nächstes? Wird das Märchen am 28. Februar weiter geschrieben? Können die Sportfreunde auch die Borussia aus Dortmund schlagen? Wir werden mitfiebern und auf die nächste Sensation hoffen. Die Geschichte ist einfach zu schön, als das sie jemals aufhören sollte.

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