1 Stadionrunde – 10 Hürden. Manche nennen es das „Man-Killer-Event“, für Djamila Böhm ist es die aufregendste Disziplin in der Leichtathletik. Der lange Hürdensprint stellt sie immer wieder vor neue Herausforderungen – körperlich wie mental. Die Strecke vereint Sprint mit Ausdauer und einer möglichst optimalen Hürdentechnik. Jeder Schritt muss passen, Improvisation kostet Zeit.

Nachdem Djamila bereits den Deutschen Meistertitel über 400m Hürden gewonnen hat, sehnt sie sich jetzt nach großen, internationalen Aufgaben. Das große Ziel sind die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Wir haben im Rahmen des Sportler-Features die sympathische Athletin interviewen können!

 

Sponsoo-Redaktion: Djamila, lieben Dank für deine Zeit! Du bist jetzt schon sehr lange eine erfolgreiche Leichtathletin – wie bist du damals zum Sport gekommen?

Djamila Böhm: Ich hatte immer einen ausgeprägten Bewegungsdrang, Sport habe ich eigentlich immer gemacht und dabei auch alles Mögliche ausprobiert. Als Kind bin ich aber bereits durch meine Schnelligkeit aufgefallen und daher war es auch kein Wunder, dass ich mal bei der Leichtathletik lande. Vorher habe ich aber lange erfolgreich Basketball beim TV Bensberg gespielt. Mit 14 Jahren bin ich dann zur Leichtathletik gekommen.

 

Sind deine gewonnenen Titel deine größten Erfolge im Sport oder was würdest du als Erfolg definieren?

Erfolg kann so vieles sein. Eine kleine Aufgabe, die man endlich gemeistert hat und schon seit Wochen vor sich hergeschoben hat oder auch eine Uni-Klausur erfolgreich zu bestehen. Auch meinen Bachelor-Abschluss würde ich als Erfolg bezeichnen. Aber ich denke die Erfolge im Sport sind etwas ganz Besonderes, weil man dort einfach so viel reingesteckt hat, oft auch auf vieles verzichtet, den ganzen Alltag danach ausrichtet. Das ist dann natürlich ein ganz besonderes Gefühl und auch eigentlich mit nichts zu vergleichen.

Was sind Grundvoraussetzungen um über 400-Meter Hürden erfolgreich zu sein?

400m Hürden ist eine sehr komplexe Disziplin. Ich würde sagen, man braucht sehr vielfältige Veranlagungen: Sprint, Ausdauer, Hürdentechnik – und man muss auf jeden Fall kämpfen können.

Viele bezeichnen deine Disziplin als das „Man-Killer-Event“. Warum?

Die 400m Hürden sind einfach super anstrengend und verlangen einem viel ab, sowohl mental als auch physisch. Eine ganze Runde zu sprinten und dabei noch Hürden zu nehmen bringt einen immer wieder aufs Neue an seine Grenzen.

Gibt es auch außerhalb des Sports Dinge, die du leidenschaftlich gerne machst?

Viel Zeit bleibt neben Sport und Studium nicht, aber ich gehe gerne gut essen, trinke (zu viel) Kaffee und verbringe Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.

Wie gut ist die allgemeine Förderung von talentierten Leichtathleten in Deutschland?

Als Leichtathlet gutes Geld zu verdienen ist in Deutschland leider schwierig. Meistens summiert sich das Gehalt aus mehreren kleineren Beträgen. Darum sind Sponsoren auch so wichtig.

Was würdest du unseren Lesern, die ja teilweise selbst aufstrebende Athleten sind, für die Zukunft mit auf den Weg geben?

Gebt niemals auf! Irgendwann zahlt sich das aus!

Vielen Dank, Djamila!

 

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